... Startseite
... Anreise ... Herumkommen ... Sehenswertes ... Unterkommen
... Klima ... Wandern ... Sachen zu machen ... Über die Balearen ... Impressum

 









Mallorca für Wanderer

Auch für Wanderer ist Mallorca ein kleines Paradies, man muss nur wissen wohin. Die Insel hat zahlreiche stille Ecken, wunderschöne Panoramen und was des Wanderers Herz sonst noch begehrt.

Ein paar Sachen gibt es natürlich zu beachten, Mallorca hat die eine oder andere Eigenheit.


Wenn man durch die Berge wandert, kann und wird es passieren, dass man auf Privatland stößt. Das ist gelegentlich abgezäunt - sprich man steckt in einer Sackgasse - oder aber der Besitzer verlangt eine Art Wegezoll. Machen kann man dagegen nichts. Am Besten ist es, sich vorab zu informieren. Da die Verhältnisse sich ständig ändern, ist die beste Adresse dazu das lokale Touristenbüro.

So ist, wie man mir gerade erst zutrug, die Höhle Cova de Ses Olibes seit Neuestem vom Besitzer gesperrt worden. Den Abstecher kann man sich mittlerweile also sparen. Es ist wirklich Schade drum.



Allgemeines zum Thema Wandern:

Im Bezug auf Tore gelten auf Mallorca dieselben Regeln wie anderswo auch. Wenn die Tore zu sind, hat das seinen Grund. Schließlich wollen die Bauern nicht, dass ihre Tiere sonst wo herum streifen. Das Tor also schön hinter einem schließen. Bei den Bauern kommt ob der Wanderwege ohnehin keine große Begeisterung auf. Sie schließlich sind sie für die Instandhaltung zuständig – eine Menge Arbeit, ohne irgendeine Gegenleistung. Da kann man wenigstens freundlich sein und zum Beispiel darauf achten, keinen Müll herumliegen zu lassen. Ansonsten könnte es passieren, dass es bald kein Tor mehr gibt und wieder einen Wanderweg weniger.

Dass man sich nicht allein in die Berge wagen sollte, bedarf wohl keiner extra Erwähnung oder? Nun ja vielleicht doch. Wandern ist der ungefährlichste Sport, den man sich vorstellen kann, trotzdem gibt es so etwas wie böse Überraschungen. So ist seit Neuestem der ansonsten ausgesprochen empfehlenswerte Ausflug zum Penya Rotja nur noch für einhundertprozentig schwindelfreie Wanderer zu empfehlen. Der Wanderweg ist abgebrochen. Hat man einen Wanderführer der nicht auf dem allerneuesten Stand ist, wäre das sicherlich eine unangenehme Überraschung. Unbedingt also Nachricht hinterlassen, wohin man ist und wenn möglich nicht allein losgehen.



Auf Mallorca gibt es die verschiedensten Strecken zu erkunden. Die Schwierigkeitsgrade reichen von Spaziergang bis hin zu anspruchsvollen Touren. Besonders in den Sommermonaten sollte man sich nicht zu viel vornehmen. Wir zarten Pflänzchen aus dem Norden sind die manchmal erbarmungslose Hitze nicht gewöhnt. Es ist schlichterdings unmöglich, zu viel Wasser mitzunehmen, zu wenig aber schon und das kann böse enden.

Sehr beliebt ist schon Beispiel die Tour von Port de Pollença durch das Bóquertal zur Cala Vall de Bóquer und ganz besonders unter Vogelfreunden. Vor allem in Frühjahr und Herbst gibt es hier zahlreiche Vogelarten zu beobachten. Die Wanderung ist einfach und in etwa 1,5 Stunden zu bewältigen.

Für weitere Touren empfehle ich, sich einen Führer zu besorgen. Besonders empfehlen möchte ich das Mallorca Büchlein aus dem Michael Müller Verlag. Der Autor Thomas Schröder ist ein echter Mallorca Experte, sein Büchlein erweist sich als genialer Begleiter in allen Urlaubslagen, egal ob man lieber wandert, durch die Gegend fährt oder die einheimische Kultur kennenlernen und erforschen möchte.

Stadtpläne finden sich genauso wie Fotos, Tourenvorschläge, Tipps und Tricks. Typisch für den Verlag ist Wissenswertes mit Nützlichem vermischt und auf höchst charmanter Art präsentiert.

Sie können den Mallorca-Führer übrigens direkt und versankostenfrei beim Verlag bestellen. Er kostet 15,90 Euro und das ist eine Investition, die man bestimmt nicht bereut.



Mandelbäume

Besonders schön ist Mallorca zur Zeit der Mandelblüte. Die Blüten der Bäume verbreiten eine herrliche Pracht. In weiß bis zartrosa sind sie weithin sichtbar, lassen die Insel wie ein kleines Paradies erscheinen.


Die Blüten habe übrigens eine heilsame Wirkung. Ihr Genuss fördert den Magen- und Darmtrakt, ist verdauungsfördernd. Der lateinische Name ist Prunus dulcis. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse.

Sie blühen allgemein relativ früh (Anfang März), in Mittelmeerländern brechen die Blüten oft allerdings schon im Januar auf. Soweit wir wissen wuchs die Mandel schon in der Steinzeit und wurde schon sehr früh (vermutlich ab der Bronzezeit) auch kultiviert.





Es lässt sich nicht genau nachweisen, doch die Mandel könnte das älteste Kulturobst der Alten Welt sein. Ursprünglich stammt sie aus Ostasien, wurde aber wohl schon zu Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrtausends nach Kleinasien, Syrien und Ägypten eingeführt. Später gelangte sie nach Griechenland und ins Römische Reich. Heutzutage ist sie aus den meisten mediterranen Ländern kaum noch wegzudenken und das nicht nur weil der Baum so wunderschön blüht. Er gilt übrigens als Symbol der Wachsamkeit und der Wiedergeburt, gerade wohl wegen seiner extrem frühen Blüte.



Tipps für Wanderer

Wandern hat sich mittlerweile zu einem beliebten Breitensport entwickelt. Leider unterschätzen viele Leute die Tücken des Sportes. Für das - wie es in Neudeutsch heißt - Hiking bedarf es neben gesundem Menschenverstand auch geeigneter Ausrüstung.

Zum gesunden Menschenverstand vielleicht so viel: Vor allem in den Bergen sollte man sein Limit kennen, niemals allein gehen und immer eine Nachricht hinterlassen, wohin man will. Zudem braucht man genug Wasser, je nach Gebiet auch eine vernünftige Karte und einen Kompass. Wer ein Mobiltelefon hat, sollte es ruhig auch mitnehmen. Im Notfal könnte es Leben retten.






Ausrüstung: Die Art der Kleidung hängt natürlich von Jahreszeit und Wandergebiet ab. In der meisten Zeit des Jahres sollte man auf Mallorca auf leichte, luftdurchlässige bzw. atmungsaktive Kleidung achten. Ich persönlich bevorzuge lange Oberteile, die Luft durchlassen aber die Sonne abhalten. Beim Wandern geht es nicht darum, schick auszusehen, sondern um Bequemlichkeit und das man sich frei bewegen kann.

Je nach Haarpracht ist eine Kopfbedeckung empfehlenswert bis hin zu notwendig. Jeder kann einen Sonnenstich kriegen und das ist alles andere als angenehm. In etwas abgelegeneren Gebieten kan das sogar zum echten Problem werden.

Je nach Alter, Kondition und Strecke sind Wanderstöcke ein nützliches Utensil. Sie entlasten die Knie erheblich. Es ist kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen von Vernunft, Wanderstöcke zu benutzen.

Das A und O sind die Schuhe. Bitte im Laden gründlich prüfen. Teuer ist nicht gleich gut. Ich persönlich bevorzuge Meindl, wichtig ist aber, dass sie zum Fuß passen und bequem sind. Die Schuhe dürfen auf gar keinen Fall drücken. Moderne Schuhe braucht man nicht einlaufen!

Spezielle Wandersocken rangieren irgendwo zwischen unnütz und schädlich, die Ausgabe kann man sich sparen. Ein kleiner Trick ist, einfach zwei Paar Socken übereinander zu tragen.



Bitte darauf achten, dass in den Wanderrucksack kein überflüssiger Schnickschnack gehört. Ich habe immer ein paar Kekse dabei, genügend (stilles) Wasser und natürlich die Kamera. Je nach Jahreszeit auch eine dünne Regenjacke, die winddicht sein sollte. Für längere Touren packe ich immer auch einen leichten Pulover ein.

Sollte tatsächlich mal etwas scheuern bitte sofort ein einfaches Pflaster drauf. Stolz ist völlig unangebracht. Ist die Blase erstmal da, hat man den Ärger. Da helfen dann nur noch teure Wanderpflaster, Wunder bewirken die aber auch nicht. Mit dem Genuss ist es meist vorbei.


Ein allerletzter Rat noch: Die Hände müssen frei sein. Herumbaumelnde Taschen, Kameras und ähnliches haben auf einer Wanderung nichts zu suchen. In die Hand nimmt man maximal den Wanderstock!


Na dann, auf die Socken gemacht und ran an den Busen der Natur

 

Alles für den Urlaub: Edle Herrenschuhe, bequeme Schnurschuhe und Sandalen   Infos über Spanien